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Testkapitel

Die Magier werden in ihren Gilden schon erwartet

Kapiteltitel: Trautes Heim, Glück allein
Kapitel: 6

Erstausgabe:
(Deutschland)
10.3.2014

Autor:

Benutzer:DerMaulwolf


Handlung.Kapitel:

Die Magier gehen zurück zu ihren Gilden


Erste Auftritte:

Brandon Scarlet, Lucifer Fernandez, Syrus Coldcraft, Zero, Tsuma Okotta, Roswita

Neue Zauber/Magie:

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Wichtige Links:

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Nach den ganzen Geschehnissen war es für die jungen Magier nun an der Zeit, wieder zu ihren Gilden zurückzukehren. Der Abendhimmel war in ein fast herbstliches Rot getaucht und warf ein schönes gleißendes Licht auf den Waldweg, über den sie gerade gingen. Marian hatte sich inzwischen von der Gruppe etwas weiter entfernt. Ein letztes Mal drehte sie sich nach ihnen um, bevor sie allmählich am Horizont verschwanden. Mit einem ausdruckslosen Gesicht ging sie dann weiterhin ihres Weges. Die fröhliche Truppe von jetzt nur noch drei Magiern trabte währenddessen weiter in Richtung ihrer Gilden, Kimo machte sich auf den Weg zu Fairy Tail, während Phil es kaum erwarten konnte, stolz und freudestrahlend allen Mitgliedern von Cold Flame Rin vorzustellen. Nach einer Weile, als sie aus dem Wald kamen und der abendrote wolkenlose Himmel deutlicher zu erkennen war als zuvor, trennten sich ihre Wege.

Kimo hatte eher gemischte Gefühle, als sie zurück zu Fairy Tail ging. Einerseits machte sich natürlich Freude in ihrer Brust breit beim Gedanken daran, ihre Freunde wieder zu sehen und ihnen davon zu erzählen, was sie in der Zwischenzeit alles erlebt hatte. Andererseits war sie doch leicht nervös, weil sie nicht wusste was sie dort erwartete und wie sie es den anderen verklickern sollte, warum sie so lange gebraucht hat. Nach wie vor war sie der festen Überzeugung, beim Bericht die inzwischen verstorbene Zina für alles verantwortlich zu machen und Croella la Rouge aus der Affäre zu ziehen, unwissend was tatsächlich geschehen war. Unwissend ebenfalls, was für einen Fehler sie damit beging. Unwissend, was sie wohl erwarten würde. Ehe sie sich versah, stand Kimo schon vor dem Gildeneingang und trat ein. Als sie eintrat, schweifte ihr Blick allmählich durch die Menge, während beinahe alle Blicke in der Gilde sich auf die gerade Eintretende richteten. Selbstbewusst wie immer schritt sie voran, sich gerade nach dem Gildenmeister Zero umsehend. Was er wohl schon wieder trieb? Langsam wandten sich alle Gildenmitglieder wieder den Tätigkeiten zu, mit denen sie zuvor beschäftigt waren. Gerade schweifte der Blick des rothaarigen Mädchens durch die altbekannten vertrauten Hallen des Gebäudes, da hörte sie eine vertraute Stimme. „Da bist du ja endlich, was hat das so lange gedauert?? Ich mach mir doch Sorgen!“, pöbelte sie Brandon von der Seite an, wütend darüber dass sie so lange weg war und freudestrahlend sie wohlauf zu sehen gleichzeitig. Ein breites Grinsen konnte er sich allenfalls nicht verkneifen, auch wenn er noch wütend war. Das Mädchen lächelte als sie sich zu ihm umdrehte. „Freut mich auch dich wieder zu sehen, Bruderherz.“ Schon sprang ihr kleiner Bruder ihr in die Arme. „Du weißt nicht zufällig wo Zero gerade ist?“, fragte sie ihn daraufhin. Sie wurde dabei aber das Gefühl nicht los, beobachtet zu werden.

Von der Ecke aus sahen sie tatsächlich ein Paar wütender Augen an. Man braucht auch nicht lange um zu überlegen, wer nun wohl der Besitzer dieser Augen sei. An einem der Tische, etwas verdeckt hinter einer Zeitung, die er gerade las, saß Lucifer, der Kimo gerade mit einem giftigem Blick brennender Wut und Verachtung ansah. Worte genügten kaum zu beschreiben, was er für diese Frau empfand. Nun konnte er sich kaum noch zurückhalten etwas zu ihr zu sagen. Mit fletschenden Zähnen lehnte er sich in ihre Richtung und wollte gerade etwas sagen, doch hat dabei vergessen, dass er eigentlich in der Öffentlichkeit nichts dergleichen zu ihr sagen durfte. Er stand auf, ging zu ihr hin und begrüßte sie lieblich mit einem "Hi Schatz! Freut mich dass du zurück bist." Dabei war deutlich zu beobachten, wie sich sein wütender Gesichtsausdruck in ein verkrampftes Lächeln verwandelte. Doch der Schein trog, denn anschließend flüsterte er ihr ins Ohr: "Was hast du so schrecklich lange gebraucht, bist du zu gar nichts gut?" Seine Gesichtsmuskeln verkrampften sich wieder. So viel, was er ihr sonst noch an den Kopf werfen wollte und zu wenig Zeit dafür. Die Rothaarige würdigte ihn keines Blickes, stattdessen ließ sie sich von ihrem kleinen Bruder zeigen, wo Gildenmeister Zero sich gerade aufhält. Aufgeregt stürmte sie zu ihm und erstattete ihm Bericht, was sie auf ihrer Mission alles erlebt hatte.

Im Gegensatz dazu ging Marian eher schweren Herzens zurück zu ihrer Gilde. Das heruntergekommene Phantom Lord-Gildengebäude hatte seinen Standort in einem zwielichtigen Wald. Auf dem Weg dorthin dachte sie noch einmal gründlich darüber nach, was sie nun sagen sollte. Keinesfalls die Wahrheit. Nein. Das konnte sie nach alldem nicht tun. Also musste sie wohl auf das zurückgreifen, womit sie sich am besten auskennt: Die Lüge. Nach einem kurzen Fußmarsch befindet sie sich schon vor dem Gildeneingang und tritt ein. Zunächst scheint alles innen gähnend leer zu sein, was sie ein wenig verwunderte. Normalerweise waren hier haufenweise Magier im Eingangsbereich. Plötzlich hörte sie dann ein Geräusch. Blitzschnell wandte die Schwarzhaarige sich um und hielt schon den Kampfstab in Position, bereit den nächsten, der sich ihr näherte, aufzuspießen. Die Tür vor ihr ging nun einen Spalt auf und ein Mädchen betrat den Raum. „Ach, wen haben wir denn da?“, begrüßte sie Marian in einem abwertenden Tonfall. „Tsuma“, stellte Marian mit einer ruhigen Miene fest. Verschlagen lächelnd näherte ihr sich die Dunkelblonde, die eben eingetreten war. „Hast dir aber ganz schön Zeit gelassen... Was du mit dem rothaarigen Fairy Tail-Gör so lange im Wald getrieben hast, will ich allerdings gar nicht erst wissen.“ Darauf folgte ein misstrauischer Blick ihrerseits, der sie kurz einmal von oben bis unten musterte. „Anscheinend war deine Mission nicht gerade harmlos verlaufen… Hättest du nicht lieber verrecken können?“ Marian schwieg. „Mit solchen Gildenmitgliedern braucht man keine Feinde mehr“, dachte sie sich. „Wo sind die anderen?“, kam es dann trocken von ihr. „Gerade auf Achse… Ich dachte schon es wäre jemand von ihnen als ich die Tür gehört hab, doch leider warst es nur du.“ Das andere Mädchen keiner weiteren Beachtung würdigend ging Marian dann weiter. Schließlich hatte sie noch andere Sorgen als sich mit so was herumzuschlagen.

Derweil waren Phil und Rin schon im Anwesen der Cold Flame-Gilde angekommen. Anfangs stieß Phil auf heftige Gegenwehr, als er versuchte, die Neue mit zur Gilde zu nehmen und allen vorzustellen, doch letzten Endes ließ es das Mädchen über sich ergehen. Als die Gildenmitglieder die beiden ansahen, schon die Geschichte erwartend wo ihr Feuer-Magier sich so lange herumgetrieben hat und wer nun dieses Mädchen war, stellte er voller Enthusiasmus jedem Einzelnen von ihnen Rin vor. Langsam sah er einen nach dem anderen von seinen Kameraden an und sah schließlich Syrus, seinen Lieblingsrivalen. Breit grinsend war er nun bereit zu berichten, was die letzten Tage vorgefallen war. Nachdem das neue Mädchen sich eher auf eine gleichgültige Weise vorstellte, meinten die anderen, dass sie selbstverständlich bereit wären, sie vorerst aufzunehmen. „So“, begann nun der rosahaarige Junge, der sich in der Runde umsah. „Wer von euch will die Geschichte hören wie ich ein paar Ratten zurück in ihre Löcher befördert hab?“ Dann erzählte er seinen Freunden alles von Anfang an, allerdings hatte er die Wahrheit ein wenig zu seinem Gunsten verdreht, wobei Rin ihn ab dem Abschnitt mit dem „Nichts“ jedes mal dabei unterbrach. Noch bis in die späten Abendstunden saßen sie beisammen und hörten gespannt die Geschichte dieser aufregenden Mission.

Die Sonne war inzwischen hinter dem Horizont verschwunden und der Himmel war von herbstrot auf pechschwarz gewechselt. Die jungen Magier verabschiedeten sich nach und nach von den anderen und traten den Heimweg an, darunter natürlich auch Kimo, Marian, Phil und Rin. In der Dunkelheit nach Hause zu gehen, machte ihnen natürlich keine Angst. Als Phil und Rin bei dem Jungen zu Hause ankamen, legte sich das Mädchen sofort in das nächstgelegene Bett, ohne groß darüber nachzudenken. Phil ging es auch nicht anders, auch er hatte einen langen tag hinter sich und musste sich ausruhen. So bemerkte er nicht, dass Rin schon in seinem Bett lag und legte sich einfach dazu. Beide schliefen fast zeitgleich ein, nachdem sie sich hingelegt hatten. Marian war schon etwas früher aufgebrochen und ihr machte es auch nichts aus, allein nach Hause zu gehen. Ein wenig stolz war sie schon auf sich selbst, wie gut sie die anderen doch anlügen konnte. Tatsächlich hatte es ihr jeder abgekauft. Auch Kimo ging nun nach Hause. Da man ruhig behaupten konnte, dass sie eine Menge Geld hatte, wohnte sie auch in einer Villa. Als sie eintrat, begrüßt sie zunächst freundlich ihre Haushälterin Roswita. „Guten Abend werte Dame, ich nehme an Sie wollen sich nun schlafen legen?“, entgegnet ihr diese. „Noch nicht“, meinte Kimo daraufhin lächelnd. Als sie durch den Hausflur ins Wohnzimmer ging, schlief ihr kleiner Bruder bereits auf dem Sofa, eingehüllt in seine liebste Kuscheldecke. Das Mädchen lächelte. Anscheinend ging für ihn nichts über seine Schmusedecke. Schlussendlich legte auch sie sich schlafen. Schließlich lag morgen ein großer Tag vor ihnen allen.